Tag 1

Aus Berlin herauszukommen hat so seine Tücken: Verkehr, Lärm, Gestank. Aber gut, es gibt auch Abschnitte, die ganz schön sind: durch den Tiergarten zum Beispiel.
Wir fuhren also vom nördlichen Ende Berlins in Richtung Potsdam. Im Weißensee nahm Onyx sein erstes Bad der Tour und auch die erste Hürde blockierte uns den Weg: ein abgebrochener Ast auf dem Radweg. Für den Wagen war dieser nun zu schmal. Zum Glück begleitete mich mein Papa und gemeinsam warfen wir den Ast über die Hecke. Er war darüber sehr traurig, dass ich es allein nicht schaffte, denn so konnte nicht gefilmt werden.

Wir fuhren entlang der Berliner Allee, Greifswalder Straße... bis zum Alex, an dem wir rechts vorbei fuhren bis zum Brandenburger Tor und dann durch den Tiergarten und immer geradeaus. Einen kurzen Stopp machten wir an der Deutschen Oper, wo Leon und Onyx Spaß mit dem Springbrunnen hatten. Onyx machte sich seine Schuhe nass. Die Schuhe von Onyx waren sowieso die größte Attraktion in Berlin. Wer hat schon mal einen Hund mit Schuhen gesehen?
Von der Oper aus ging es weiter und immer weiter geradeaus bis wir das ICC sahen, dort links hin, an der Avus vorbei und zu dem Radweg, der parallel der A100 führt. Als der Wald begann machten wir Pause. Onyx konnte nicht mehr laufen. Bis hier war er fast die gesamte Strecke gelaufen. Nur vom S-Bahnhof Greifswalder Straße bis zum Brandenburger Tor fuhr er im Hänger. Das war auch wichtig aufgrund des Verkehrs.
Leon war ebenfalls sehr müde, es war auch schon fast 14 Uhr und wir waren bereits 3 Stunden unterwegs. Hier verabschiedeten wir uns von meinem Papa, der wieder nach Hause fuhr. Leon schlief irgendwie nicht, sondern spielte mit Onyx im Wald. Also fuhren wir weiter und Leon schlief dann eben im Hänger ein.

 

 

 

Obwohl wir recht viel Wasser dabei hatten wurde es nun weniger. Onyx trank natürlich recht viel. Da ich allerdings vergessen hatte Obst sowie Anderes, was ich mitnehmen wollte, mitzunehmen, konnten wir auch nicht auf etwas Saftiges ausweichen. Doch zum Glück konnten wir in Wannsee noch Erdbeeren kaufen und waren erst einmal gerettet. Nun ging es auch wieder in den Wald und wir fanden eine Badestelle und konnten uns mal alle in der Havel abkühlen.

 

Als Nächstes ging es durch Potsdam durch, am Waschhaus vorbei und an einem Bioladen, wo ich nun erstmal Obst, Kartoffeln und Würstchen kaufte. Weiter durch Potsdam den Europaradweg 1 entlang, der allerdings nicht ausgeschildert war und wir verpassten ihn irgendwann. So kamen wir nach Kaputh und durften kurz einmal mit der Fähre fahren. Leon fragte „Warum ist der Ort kaputt?“ Tja, so kann das kommen ;)

Im Wald nach Kaputh fanden wir ein Fleckchen für unser Zelt und konnten übernachten. Langsam ging die Sonne auch unter, es wurde höchste Zeit. Leon tobte im Zelt erstmal noch herum, Onyx spielte im Wald, ich war ziemlich kaputt und wollte schlafen. Aber das taten wir dann auch bald.

Die Erste Nacht war sehr unruhig. Erst hechelte Onyx lange und kam nicht zur Ruhe, dann fing er an zu knurren, da es draußen raschelte. Wir hatten Wildschweinbesuch. Zum Glück schlief Leon nun schon seelig, aber Onyx und ich, wir waren hellwach in unserem düsteren Zelt und hörten draußen dem Schniefen und Schnauben zu. Alles Essen hatte ich im verschlossenen Hänger gelassen und das war wohl auch ganz gut so. Es dauerte ein bisschen, bis sie von uns abließen und ihrer Wege gingen und wir konnten endlich schlafen! Die Matratze schläft sich ziemlich gut und Platz haben wir auch genug im Zelt.

Für Leon ist es wirklich sehr ungewohnt. Immer wieder möchte er nach Hause zu Oma. Ich hoffe er gewöhnt sich daran denn sonst müssen wir tatsächlich abbrechen, was sehr schade wäre. Gern würde ich es in jedem Fall zu unserem Treffen nach Thüringen, nach Dillenburg und ans Meer schaffen. Wenn es Portugal nicht wird, ist das auch OK. Aber ein bisschen fahren wäre schon sehr, sehr schön.

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