Tag 4

Morgens gab es immer noch Mücken! Wir beide sind wirklich komplett zerstochen. Leon sagt aber immerhin, dass es nicht juckt und er kratzt auch nicht, obwohl er wirklich schlimm aussieht.

 


Erst sind wir ein Stückchen zurück gefahren, damit Onyx in dem Graben baden konnte, dann ging es weiter an den Feldern mit wunderschöner Farbenpracht. Etwas weiter entdeckten wir erneute Farbenpracht, einen wundervoll leckeren Komplementärkontrast in rot und grün an einem Baum: Kirschen! Der Baum stand vor einer Kleingartenanlage in oder bei Mosigkau und genau an diesem Grundstück stand ein Auto, also fragte ich mal nach, ob wir pflücken dürfen. Die Familie war ganz nett und sagte, dass das gar nicht ihr Baum sei, der nur da vor ihrem Grundstück stehe und wir gerne pflücken dürfen, sie seien lecker. Sie waren es auch! Wir haben einige gepflückt, gegessen und auch mitgenommen. So mag ich das mit dem Frühstück. Es ging weiter und wir kamen nach einigen Kilometern nach Köthen. Um ein bisschen Vorrat anzulegen, wollte ich dort ein bisschen einkaufen, in der Hoffnung, dass wir auch „Gelb“ bekommen würden. Und direkt am Ortseingang stand ein Schild mit der Aufschrift „EDEKA CENTER 2500m“ Nur leider stand da nicht in welche Richtung! Also fuhren wir erstmal geradeaus und als es lange nicht kam, nach rechts. Hier fragte ich, wo das ist und ich hatte Glück: Immer geradeaus. Wären wir wohl doch besser rechts gefahren, aber so ist das manchmal...

 

 

 

Irgendwie hab ich zu viel gekauft, aber dann kommen wir ein bisschen aus. „Gelb“ hab ich gleich zweimal genommen.

Beim Bäcker gab es auch Kugelsorbet und die Verkäuferin willigte ein, dass sie das Eis in unsere Becher packt. Erst nahm sie einen, stellte ihn ab, dann fiel ihr aber ein, dass sie das ja gar nicht darf und wollte das Eis in die Waffel geben und ich könne es in den Becher umpacken. Das war allerdings nicht mein Plan und ich schlug vor, dass ich den Becker halten kann und sie lässt das Eis hinein fallen. So haben wir es gemacht. Müllfrei Eis essen. So macht es doch gleich viel mehr Spaß.

 

Auf der Center-Toilette hab ich noch unser Wasser aufgefüllt. Eine Frau dachte, dass in dem kleinen Emil (Leons Wasserflasche) Alkohol sei und stellte dann fest, dass ich da ja Wasser einfülle. Ich lachte und sagte, dass er (Leon) noch keinen Alkohol trinken würde. Ihre bestürzte Antwort war „Aber das ist doch ein Mädchen!“ Nein, er ist ein Junge, auch mit Tunika und blonden Locken. Sie entschuldigte sich mehrmals. Es war irgendwie lustig.
In Köthen hatte ich auch endlich mal recht gutes Internet und konnte die Bilder für den Blog hochladen. Der gesamte Aufenthalt hat uns ganz schön viel Zeit gekostet und so fuhren wir irgendwann weiter, aber wir mussten schon mal schauen, dass wir irgendwo übernachten.
Da sah ich auf dem Weg nach Klein Wülknitz ein Erdbeerfeld mit Häuschen, hier gab es Erdbeeren zum selber pflücken. Ich fragte nach Gelegenheiten zum Schlafen und die Verkäuferin schlug mir ein Stück Wiese am Ende des Feldes vor. Wir durften auch pflücken. Lecker! Und Leon hat ein neues Lieblingsspielzeug: Ein Dixi Clo. Auch sehr lecker...

Immerhin gab es hier keine Mücken, dafür noch viel kleinere und irgendwie fiesere Stechtiere. Gestochen wird man irgendwie überall... Warum hatte ich das bloß vergesse, dass im Sommer so viel gestochen wird?

Leon drehte im Zelt noch mal richtig auf. Ich hoffte auf frühes Schlafen, aber irgendwie wurde das nur fast etwas. Als ich ihm sagte, dass im Zelt Ruhezone ist und er gerne raus gehen kann zum Toben wurde er still und schlief auch bald ein.

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