Tag 5

Heute wachte Leon recht früh auf und so kamen wir, obwohl der Abbau auch wieder dauerte (so ist das halt mit einem Kleinkind), recht früh weg.
Wir pflückten noch Erdbeeren, ich nahm noch den Müll von dem Parkplatz mit und es ging wieder los.

 

Entlang an Feldern mit Kartoffeln, Erbsen, Getreide, Rüben... Ställen mit Kühen für die Milchproduktion, die wohl nie eine Weide sehen werden, mit Boxen für Kälbchen, die nie die Wärme einer Mama kennenlernen werden und das alles für eine Ware, deren Markt komplett übersättigt ist. Wie schön wäre es doch, wenn die Felder, die für die Futtermittelproduktion verschwendet werden, als Weiden genutzt würden und die Kälbchen einfach bei Mama bleiben könnten. Solche Bilder gibt es übrigens auch, nur sind es dann eben die Kühe für die Fleischproduktion. Irgendwie, liebe Vegetarier, geht es diesen Kühen oftmals sehr viel besser.
 Es ging weiter nach Gröbzig, wo wir einen Spielplatz fanden und Leon erstmal spielte (und ich schreiben konnte). Leider hat Leon derweil den Ostheimer Frosch verloren (oder der andere Junge hat ihn mitgenommen, so genau weiß das keiner...) Wir erleichtern uns also...

 

Hier sind die Tonnen beim roten Netto leider alle verschlossen, wir haben zwar viele Nettos gesehen, aber keine freistehende Tonne. Schade eigentlich.

Dafür schafften wir es noch bis Könnern und kreuzten dort den Saale-Radweg. Erstmal aßen wir aber Pommes beim dortigen Restaurant. Es war ganz lustig. Onyx sprang direkt in den Fluss, aber da lagen Boote und er musste da drüber. Eine Frau sagte, dass da ihre Boote sind, und ich doch vorher mal schauen muss. Die Boote hatte ich gesehen, nur war mir nicht klar, dass da kaum noch Platz zwischen ihnen ist! Und eigentlich rennt Onyx ja auch nicht quer über Boote drüber... Als wir da so beim Essen waren kam die Frau zu uns. Das Rad hatte ich mit Onyx unten im Schatten gelassen, so, dass unser Banner zu sehen war. Die Frau sprach ihre Bewunderung aus und ich glaube der erste Ärger war verflogen.

 

Die Ruderer fuhren los, Onyx konnte noch mal ungestört baden und wir fuhren auch los. Leon im Hänger, wo er recht bald einschlief. Ich suchte lange nach einer Badestelle und fand sie auch irgendwann. Endlich wieder baden! Schade nur, dass es kurze Zeit später regnete. Dennoch war das Bad erfrischend und ich sprach noch mit Hobbyanglern über Plastik, Nahrung, die aussterbende Menschheit und diverse andere Sachen.
Nun suchte ich schon langsam nach einer Campingmöglichkeit, aber es regnete immer wieder. Gerne wollte ich auch nahe an Halle heran kommen um die Stadt durchqueren zu können oder dort wenigstens Zeit für die Suche nach einer Übernachtung zu haben und vielleicht etwas waschen können, Handy aufladen etc.

 

Während ich so fuhr und Leon schlief, verließen wir sogar unsere erste Karte und landeten auf der nächsten. Wir sind einmal von oben rechts quer nach unten links gefahren.

UND wir kamen tatsächlich noch an zwei Rinderherden vorbei, die es verhältnismäßig gut hatten. Eine davon lebte sogar unter Bäumen. So stelle ich mir das vor. Viel Milch gibt es da nicht, aber immerhin etwas, das sollte doch reichen, oder?


Bei einem Stopp kam eine Frau noch zu uns, sie wollte heute schon nach Halle und wir redeten ein wenig. Etwas später traf ich sie wieder, da regnete es doll und sie stand unter einem Carport. Wir gesellten uns zu ihr und wir quatschten eine Weile und wie das so ist, stellten wir fest, dass wir quasi in gleicher Mission sind.


Es regnete weniger und wir fuhren weiter, sie schneller als wir, klar, so ohne Hänger. Dafür konnten wir endlich noch etwas zu Essen in einer Tonne finden! Leider war vieles nicht zu gebrauchen. Aber Leon stellte fest, dass Milchschnitte nicht schmeckt (und sie schmeckt wirklich nicht!), davon gab es sehr viele Pakete, die schon für 19 Cent angeboten waren und sie wurden nicht gekauft! Onyx wurde satt mit Kräuterquark, Eiern, Käse und Apfel und für uns gab es noch eine schrumpelige Mango. Es gab massig geriebene Haselnüsse, von denen ich wenigstens zwei Pakete mitnahm.

 

Weiter ging es. Bergauf und bergab an wunderschöne Aussichtspunkte und weiter durchs Naturschutzgebiet.

In Döblitz fragte ich bei dem ersten Hof mit Scheune, ob wir dort übernachten können, also in der Scheune. Leider wollten die Leute morgen in den Urlaub fahren. Sonst an sich gerne, da der Mann selbst schon auch so wie wir unterwegs war.
Beim zweiten Mal klingeln kam das Nein direkt und beim dritten Mal ging es leider nicht in der Scheune, da die vollgestellt ist, dafür aber in einem Zimmer. Super! Das Rad steht trocken und wir sind es auch.

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