Tag 8

Heute schlief Leon wieder etwas länger und als er wach war packte ich langsam alles zusammen für den Aufbruch. Pierre sagte mir den Weg zum Bahnhof, und der war ziemlich einfach, wir fuhren sogar da vorbei, wo wir am ersten Tag in Halle schon waren.

 

 

An dieser Stelle noch einmal ganz lieben Dank an Pierre, der uns ganz lieb versorgte und sogar für Onyx Futter besorgte, und uns so selbstverständlich bei sich aufnahm.

 

 

 

Am Erdbeerhäuschen kaufte ich Erdbeeren, ging noch zum Edeka gegenüber für Hafermilch und Bananen und quatschte dann noch mit der Frau vom Erdbeerhaus und einem Mann eine ganze Weile über unsere Tour. Weit war es zum Bahnhof nicht mehr. Kurz nach 12 Uhr kamen wir dort an und ich kaufte das Ticket. Interessanter Weise fährt das Rad beim hiesigen Verkehrsverbund kostenlos mit und so kostete das Ticket nur 21,30€ für Onyx und mich, also nur wenig mehr als das letzte Ticket. Wir fuhren bis Sangerhausen, von wo wir noch knapp 90km zu fahren hatten. Am Bahnhof gab es einen Raum, in dem die bestehende Baustelle erklärt wurde. Leon spielte dort, während ich die Tickets kaufte und dann schauten wir uns mal an, wie das mit den Güterzügen so funktioniert und wie sie in die unterschiedlichen Richtungen aufgeteilt werden. Wirklich sehr, sehr spannend! Pommes konnte ich auch noch kaufen und bekam sie sogar müllfrei in den Topf gekippt. So mag ich das!

 

 

 

Der Fahrstuhl war kaputt und wurde repariert. Oh Mann!!! Hab gefragt, ob das schnell geht und es ging schnell. Immerhin hatten wir nur noch etwa 20 Minuten bis der Zug kam und wir mussten ja jeweils 2x hoch und runter. Aber wir konnten den Fahrstuhl nutzen, zum Glück!
Auf dem Bahnsteig angekommen fragte ich nach dem Fahrradabteil und als der Zug kam, half mir ein Schaffner den Wagen in den Zug zu bekommen. Es gab zwei Fahrradabteile beieinander und der eine war für den Hänger zu klein und ein paar Leute mussten leider weichen, damit alles Platz hatte. Onyx hatte ich bereits die Leine so umgemacht, dass er sie am Hals hatte, niemand sagte etwas. Als der gleiche Schaffner dann die Fahrkarten kontrollieren kam, verlangte er, dass der Hund nicht weglaufen kann, also festgebunden ist, und einen Maulkorb trägt. Komisch, dass das vorher nicht kommuniziert werden konnte. Aber, eine Maulschlaufe hab ich ja dabei und so konnte ich alle Bedingungen erfüllen. Allerdings schlief Onyx während der Fahrt und ruhte sich aus. Wir aßen unsere Pommes.

 

 

 

In Sangerhausen ging das Fahrstuhlspiel von vorne los und Leon wollte gleich in den Hänger. Ich rechnete damit, dass er recht bald einschläft. Dann fing es auch noch leicht an zu regnen, aber wirklich nur leicht. Auf dem Weg nach Nordhausen gab es dann sogar noch ein Gewerbegebiet mit Zoo-Laden wo ich 2 große Dosen für Onyx kaufte. Im dm schaute ich nach Mais und „Hürstchen“ für Leon, aber beides gab es nicht. Dann kaufte ich noch ein paar Kartoffeln an einem Stand und es ging weiter Richtung Martinstedt. Hier mussten wir leider eine recht stark befahrene Straßen nehmen. Zu spät sah ich, dass etwas weiter ein Radweg gekommen wäre, den nahmen wir dann etwas später und kamen an einer wundervollen Kirschallee vorbei und einer der Bäume war wirklich überladen mit wundervollen dunkelroten Kirschen. Also packte ich die Gewürze aus dem Topf raus und pflückte ihn voll. Leon bekam immer wieder einen Becher mit entstielten Kirschen und futterte ordentlich. Ein Mann mit Auto kam vorbei und fragte ob er helfen könne, aber ich war ja schon fertig. Ein weiterer auf dem Rad kam und sagte, dass diese Kirschen doch viel zu klein seien, da sie halb wild sind und die anderen (an die ich nicht so leicht ran kam) doch viel besser sein würden. Manchmal frag ich mich wirklich was die Menschen haben. Da sind wunderbar leckere Kirschen zur freien Verfügung und sie meckern wegen der Größe!!!

 

 

 

Mit Hilfe des Zuges haben wir wieder eine Karte geschafft und sind auf der Zielkarte gelandet. Noch etwa 90km trennten uns von unsererm ersten Etappenziel.

 

Zwischen Ichstedt und Udersleben fanden wir ein Picknickhäuschen mit etwas Platz und Hecke auf der Feldseite, leider offen zur Straße hin, aber die ist recht wenig befahren. Ich habe uns etwas gekocht und mit dem Zeltaufbau bis halb 9 gewartet, falls einer gekommen wäre und uns ein Plätzchen angeboten hätte, es kam aber leider keiner. Onyx befreite ich noch von diverse Zecken und Haaren und Leon spielte schon mal etwas draußen und nicht nur beim Zeltaufbau.

 

Außerdem übte sich Leon im Fotos machen und erwischte ein paar vorbei fahrende Autos. Auch ich wurde endlich mal aufgenommen. Es glaubt ja sonst niemand, dass ich dabei war....

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