Tag 9

Für Leon wird es immer schwieriger. Er weinte, als das Zelt abgebaut werden sollte, wollte mithelfen, aber es ging nicht. Er weinte und weinte. Bis ich ihn dann endlich in den Arm nehmen konnte und er weinte weiter. Er wollte zu Zoe, ich sollte ihn zu Zoe bringen und dann zu meinen Freundinnen fahren und ihn dann wieder abholen. Leider geht das schlecht, denn Zoe ist in Dillenburg, also noch sehr weit weg, und das Treffen ist in der Nähe und recht bald. Ich versprach ihm, dass wir nach dem Treffen sofort zu Zoe fahren und dann war es auch OK. Wir kamen erst gegen 12 Uhr vom Rastplatz weg!

 

 

 

Immerhin hatten wir am Morgen die Raupe Nimmersatt im Zelt, die war doch eine kleine Bereicherung.

 

 

 

Dafür schafften wir allerdings auch richtig viel! Ich fand den Unstrut-Radweg und der fuhr sich recht gut, so auf den Überschwemmungsdeichen entlang.

 

Erst allerdings mussten wir dorthin über Udersleben nach Oldisleben. Auf der Strecke gab es eine richtig starke Ansteigung, die nicht auf der Karte verzeichnet war. Allerdings ging es dann auch richtig schön bergab!

 

Nun ging es immer an der Unstrut entlang nach Sömmerda.

 

 

 

Auf dem Weg gab es immer wieder lange Streifen Teer, an denen der Asphalt geflickt wurde. Diese waren für Leon, der gerade eine Strecke lief, Raupe Nimmersatts (also viele Raupen Nimmersatt) und einmal gab es sogar eine Karte von Sylt (siehe Bild) wo er Puan Klent zeigte. Dort hatten wir Anfang Mai Urlaub gemacht.

 

 

 

In Sömmerda gab es einen Gartenmarkt und da gab es Wasser bei den Toiletten und Pommes beim Snack-Shop. Wieder bekam ich die Pommes problemlos in den Topf gekippt und sogar noch die, die irgendwie übrig waren. Es wurde zwar gesagt, dass die ja schon kalt seien, aber das störte uns ja nun weniger, denn Leon isst die eh nur kühl. Die Schnuffelnase, also Leon, hatte bis hier eine ganze Weile geschlafen und vorher ist er ein Stück gelaufen. Die Pommes gab es kurz nach Sömmerda und dann ging es weiter. Noch 55km sagte die Fahrrad-App und ich wollte noch mindestens 10km schaffen.

 

 

 

Es wurden tatsächlich 20km, die wir noch fuhren, bis wir dann in der Nähe von Gebesee an der Unstrut übernachteten. Blöderweise suchte ich einen Platz in einem Weidendickicht aus. Doch es regnete, und so tropfte es aufs Zelt, selbst wenn es nicht regnete...

 

 

Doof war nur, dass der Radweg plötzlich nicht mehr ausgeschildert war und wir eine Bundesstraße entlang fahren mussten. Das war nicht ganz lustig, aber immerhin war es schon recht spät und so fuhren nicht mehr ganz so viele Autos und LKW.

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