Tag 14

Leon schlief wirklich sehr schlecht ein. Immer wieder setzte er sich auf, warf sich wieder nieder und war super unruhig. Es dauerte lange bis er schlief und auch da war er noch recht unruhig. Dadurch, dass es regnete, war es zusätzlich zu dem Zuckerschock noch laut. Immer mal fragte ich ob er Pipi machen muss, aber weil es regnete wollte er nicht. Als es kurz aufhörte schreckte er hoch, sagte, dass es nicht regnet und er jetzt Pipi machen kann.

 

Für Alle, die nicht wissen, was Zucker anrichten kann und gerade, wenn er so spät konsumiert wird: Zucker ist ein sehr schneller Energiebringer, das sollte bekannt sein. Viel Zucker auf einmal lässt den Körper viel Insulin auf einmal ausschütten um den Zucker in die Zellen zu bringen, damit er dort verbrannt werden kann. Wird er nicht verbrannt, verwandelt der Körper ihn in Fett um und lagert ihn ein. Zucker vor dem Schlafengehen ist daher wirklich maximal ungünstig, gerade, wenn man ihn nicht gewohnt ist. Wer ihn gewohnt ist, sollte umgehend etwas ändern. Zucker verändert uns und unser Verhalten. In Maßen kann er OK sein, aber nicht in Massen und auch nicht ständig. Gerade raffinierter weißer Kristallzucker ist der Schlimmste überhaupt und da dieser billig ist, ist er fast überall enthalten. Je weniger verarbeitet ein Zucker ist, um so „gesünder“ (also besser gesagt: um so weniger schädlich) ist er.

 

Zum Glück hörte es am ganz frühen Morgen auf mit dem Regen und es war ziemlich windig, sodass das Zelt wieder abtrocknen konnte.

 

Die Giraffe war wirklich weg und wir fanden sie auch nicht mehr. Schade. Klopfer ließ sich auch nicht wieder auffinden.

 

Leons Zuckerschock ging allerdings auch am Morgen weiter. Er ist ja oft unausgeglichen und schreit viel, aber heute war das richtig extrem. Er schrie den Hund an, wusste nicht was er wollte, tobte im Wagen, weil ich nicht frühstücken sollte, es aber dennoch tat... Wirklich eine Erfahrung, die ich nicht wiederholen möchte!

 

Halb 10 brachen wir auf und fuhren mal wieder auf und ab, weil’s ja so viel Spaß macht! Wir folgten dem Radweg und es war schon eine recht seltsame Führung, denn erst fuhren wir vom Zeltplatz weg, um dann in einiger Entfernung wieder daran vorbeizufahren. Wir fuhren über Seebach und Höngeda nach Mühlhausen und mussten dort noch etwas fahren bis zum Bahnhof. Auf dem Weg freuten sich zwei Fahrschullehrer ziemlich, unser Gespann zu sehen und ich bekam einen Daumen hoch.

 

Auf nach Dillenburg für 52€ (Ich und Onyx) mit dem "Quer-durchs- Land-Ticket". Allerdings mussten wir doch über eine Stunde am Bahnsteig warten bis der Zug kam, der nach Kassel durchfuhr. Einmal mehr umsteigen wäre Quatsch und sehr aufwändig gewesen. Es reicht schon, in Gießen das Gleis wechseln zu müssen und das Fahrstuhlspiel zweimal mitzumachen. Einige Zeit vor Kassel schlief Leon ein und verschlief Kassel auch ganz. Hier landete der Zug glücklicherweise auf Gleis 8 und von Gleis 7 ging es nach Gießen weiter. Wir konnten also am gleichen Bahnsteig bleiben. Liebe Menschen halfen bei der Koordination.

 

In Gießen nahmen wir natürlich den Zug der in Dillenburg direkt auf Gleis 1 landete. Die Treppen hoch und runter hätte ich nicht bewältigen wollen!

 

In Dillenburg fragte mich Leon dann, warum wir hier sind. Kinder...

 

Für uns heißt es nun ein paar Tage die Zeit hier genießen, bis es wieder weiter geht.

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