Tag 20

Die Wetterapp zeigte, dass es wolkig aber trocken sei und ich freute mich, das Zelt nicht aufbauen zu müssen. Onyx war total begeistert vom Strand und spielte und rannte umher. Wir schliefen. Kurze Zeit später wachte ich auf, denn ich wurde nass. Es regnete! Die Wolke sah dick und groß aus. Also stellte ich schnell das Zelt auf, vertauschte dabei die Stangen, musste noch mal von vorne anfangen und das ganze Bett wurde nass. Zum Glück hatte ich schon die eine Plane, die wir noch dabei hatten, auf das Bettzeug gelegt. Leider ist sie recht schmal und lang und deckt somit nicht alles ab, aber immerhin blieb so mehr trocken als ohne. Als das Zelt stand, hörte es auf zu regnen. Nun war das Zelt nass und sandig und das gesamte Bettzeug nass. Ich zog die Matratze samt Leon in das Zelt. Vorher hatte ich noch das Innenzelt entfernt. Onyx durfte auch mit rein. Der Rest der Nacht war eher kalt und nass und ungemütlich. Gegen 5 Uhr ging die Sonne auf und ich wurde das erste Mal wieder wach. Ich glaube gegen 6 Uhr standen wir beide dann auf. Die Sonne trocknete das Zelt und den Rest. Leon spielte mit Onyx am Strand und im Wasser und wir gingen auch noch baden.
Der Eisenträger, an den ich den Hänger gelehnt und das Fahrrad gestellt hatte, sollte nun direkt abgeholt werden. Der Herr im Traktor warnte mich vor dem Ordnungsamt, verstand aber unsere Situation und wünschte uns Glück. Das hatten wir!
Als dann alle wieder gingen, meinte einer zu uns „schönen Urlaub“ und aus einem Reflex heraus kam mir ein "gleichfalls!" über die Lippen gesprungen. Darüber lachte ein anderer. Ich sagte dann den wohl besten Satz meines Lebens:

 

„Das Leben ist Urlaub und wer es nicht nutzt ist selber schuld“

 

Und irgendwie fanden die den, glaube ich, auch super, jedenfalls stimmten sie zu.

 

Als das Zelt dann endlich trocken war und auch der Rest halbwegs trocken war, konnte ich alles einpacken und selber noch einmal in die Fluten hüpfen und mit Leon planschen. Das hat echt Spaß gemacht. Und dann fuhren wir los, erstmal im Bioladen Frühstück kaufen. Vor der Fußgängerzone schaute ich mal auf die Uhr, es war halb 10. Wir sind echt super früh heute aufgestanden!

 

Und als wir dann endlich von dem Mini-Karussell, welches in der Stadt steht und auf Kinder wartet, deren Eltern etwas Geld einwerfen, zu denen ich aber nicht gehöre, wieder weg kamen (es hatte zum Glück nur drei Teile zum drauf sitzen) konnten wir zum Bioladen fahren. Der hatte zu meinem Erstaunen umgebaut. Wir kauften Frühstück und etwas Verpflegung für ein paar Tage und frühstückten an der Promenade. Leon rannte immer die Rampe hoch und runter und holte sich zwischendrin was zu Essen ab. Aber ich glaube er rannte mehr ab, als er aufnehmen konnte...

 

„Meine“ Fischer waren leider nicht zu sehen und so besuchten wir zwei tolle Läden „Küstenkind“ und „die neue Spielkiste“ und in beiden Läden wurde ich wiedererkannt und sie freuten sich, uns mal wieder zu sehen. Kaufen können wir leider nichts, denn das müsste ich ja alles wieder umherfahren und ICH müsste es ziehen...

 

Dafür verbrachte Leon sehr lange Zeit mit der Kugelbahn im "Küstenkind" und der Brio-Bahn in der "Spielkiste".

 

Ich wollte Leon noch sein Geburtshaus zeigen und einen lieben Freund dort in der Nähe besuchen und so fuhren wir endlich weiter. Zu dem Geburtshaus sagt Leon „Borhaus, das Haus, in dem ich geboren bin“ Ziemlich süß diese Wortkreation, es hat bei mir etwas gedauert und bedarf seiner Erklärung um es zu verstehen.Das Haus sieht immer noch genau so aus und steht lustiger Weise im Eckernförder Stadtteil „Borby“ ...

 

Der liebe Freund hat sich super gefreut uns zu sehen und er bot uns sofort seine gerade frei gewordene und noch freie Ferienwohnung an. Ich hab ihm dann bei der Chaosbeseitigung geholfen. Das ist der Austausch, über den ich mich freue, denn darüber haben wir beide uns sehr gefreut. Wir sind trocken untergebracht und er ist einen Teil seiner Arbeit los.

 

Und das Beste für Leon war, dass es nebenan einen großen Spielplatz gab.

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