Tag 27

Ich mag zwar Auszeiten und Pausen, aber weiter kommen ist auch toll!
Bei Franziska und ihrer Familie war es toll! Leon schließt wirklich schnell Freundschaft und hat jetzt wirklich sehr viele an vielen Orten gefunden. Er hat sogar heute früh noch ein neues Haarband bekommen. Es war der perfekte Stoffrest, der im Handumdrehen (für eine talentierte Schneiderin) ein ziemlich cooles Haarband für Jungs wurde.

 

Dann fuhren wir endlich nach Kalifornien! Was habe ich lange darauf gewartet, einmal diesen Ort zu besuchen.

 

Erstmal mussten wir da aber hin und fuhren über Grabensee, den ausgeschilderten Radweg entlang, nach Schönberg. Unterwegs fuhren wir an einem Feld vorbei, welches voller Mohn, Kornblumen und Kamille war! Dieses Feld gab super vielen Schmetterlingen Nahrung und es war einfach toll anzusehen. Es war ein Kornfeld. Die Ähren irgendwo unter den Blumen versteckt. Einfach herrlich!

 

In Schöneberg konnte ich noch mal unsere Vorräte auffüllen und habe im Edeka sogar halbwegs gutes Hundefutter von Tackenberg bekommen. Leon hat da schon geschlafen. Vorher wollte ich etwas essen gehen, doch er schlief da schon.

 

 

 

Etwas weiter fand ich dann eine kleine Rasthütte wo wir windstill kochen konnten und geschützt waren, als es regnete. Es regnete heute leider oft, weswegen wir mal wieder erst spät los kamen. Im Regen starten ist doof. Regen beim Fahren ist halbwegs vertretbar, es gibt ja Regenjacken... Aber starten im Regen ist wirklich doof! Hier kam plötzlich ein Polizei-Auto angefahren. Wir waren gerade mit dem Essen fertig und ich packte zusammen. Oh je dachte ich, was wollen DIE denn? Ist es falsch an einer Rasthütte Rast zu machen? Nein, war es nicht. Er wollte Ihr nur die „Schwedenhütten“ zeigen und zufällig waren wir dort. Für Leon wurde einmal das Blaulicht angemacht. Sie waren ziemlich begeistert von der Tour und fragten ob wir dann auch zelten. Ich bejahte und verkniff mir das „wo“, es wurde ja auch nicht danach gefragt.

 

 

 

Und dann waren wir endlich am Eingangsschild von Kalifornien. Eine andere Familie hatte die gleiche Idee: Fotos mit dem Eingangsschild. Auf zum Wasser! Hier kostet die Strandbenutzung eine Gebühr. Daher fuhren wir weiter. Nur Onyx durfte einmal ganz kurz den Hundestrand benutzen.

 

 

 

Nach kurzer Fahrzeit kamen wir nach Brasilien, machten hier wieder ein Foto und fuhren direkt weiter bis wir einen langen Steg fanden. Den haben wir mal „besucht“ und geschaut ob ein Segelschiff anlegt, es kam aber keines. Dafür stolperte Leon und riss sich seinen großen Zeh auf. Gerade war der verheilt; armer kleiner großer Zeh und armer Leon. Er rannte weg, meinte, dass es gleich wieder gut sei, wollte nicht schauen lassen. Aber nach einiger Zeit ließ er sich auf den Arm nehmen und trösten.

 

 

 

Wieder etwas weiter gab es endlich einen ungesichterten und kostenfreien Strand und hier konnten wir endlich auch mal baden! Erst war es kalt, aber dann war es toll! Bis wir alle etwas froren blieben wir im Wasser, spritzten herum und hatten megamäßigen Spaß mit den kleinen Wellen. Sogar einen Stein, der aussieht wie ein Schneidezahn mit Wurzel, hab ich gefunden. Nun war es schon nach 17 Uhr und langsam wurde es Zeit, eine Bleibe zu suchen. Erst kam aber ein Naturschutzgebiet. Im nächsten Ort, Hohenfelde, kam ein Zeltplatz und irgendwie begrüßte ich ein leckeres Essen und eine erlaubte Unterkunft.
Leckeres Essen gab es auch: Pferdewurst aus dem Ort mit Pommes. Fisch war leider nur Hering oder paniert. So war es aber wirklich sehr lecker. Ich erfuhr auch, dass es im Ort eine Straußenfarm gibt. Da könnten wir morgen mal noch ran fahren.

 

 

Nach dem Essen ging es zum Zelt. Leon wollte eigentlich schlafen, tobte aber dann noch und fiel über eine Zeltschnur. Diesmal, müde, weinte er doll und kam direkt zu mir und ließ sich trösten. Onyx spielte mit unseren Nachbarn und Leon und ich lachten uns im Zelt kaputt. Es tat echt gut, mal etwas entspannt zu sein.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0