Tag 32

Voller Aufregung erwartete ich den Boten. Jedes Auto hätte er sein können. Mir wurde gesagt, dass ich das Paket persönlich empfangen muss und da sein sollte und so war ich doch reichlich nervös, dass ich ihn auch sehe. Erst ordnete ich unsere Sachen schon mal. Abbauen wollte ich noch nicht, da nicht 100% sicher war, dass es heute kommt.
Nach einiger Zeit gingen wir ins Café. Leon wollte noch mit den Legos spielen und ich nahm mir einfach Arbeit und räumte einen Frühstückstisch ab. Wenn ich keine Arbeit bekomme, dann nehme ich mir eben welche. Prompt bekam ich noch etwas zu tun und konnte so wenigstens etwas helfen.

 

Und dann kam er, der Moment! Einer der Arbeiter kam zu mir und sagte, dass der Reifen da wäre! Juhuu endlich konnte es weiter gehen! Das Warten hatte ein Ende! Ich beglich unsere Rechnung und bekam einen sehr lieben Rabatt von Miriam.

 

Draußen kam dann allerdings eine dicke, fette Regenwolke angeflogen. Also lieber ERST das Zelt einpacken und DANN den Reifen reparieren. Doch die Wolke flog einfach weiter, ohne auch nur ein Tröpfchen fallen zu lassen und nun wurde es richtig heiß. Als alles fertig war, konnten wir endlich los und irgendwie war nun eher die Stimmung, weiterzufahren und auf der Tour zu bleiben. Bei der endgültigen Verabschiedung kaufte ich noch zwei Roggenbrötchen und ein Dinkelbrot, bekam erneut Rabatt und Miriam sagte, ich solle sie in guter Erinnerung behalten. Daraufhin freute ich mich sehr und sagte, dass ich sie ja schon positiv im Blog erwähnt hatte! Sicherlich würden wir auch mal irgendwann wieder kommen.

 

Leon war schon ziemlich müde, es war auch schon etwa 13 Uhr durch, und so schlief er bald ein und ich konnte in Ruhe fahren. Es ging immer den Radweg entlang und irgendwann kamen wir auch wieder zu Bezahl-Stränden und Spielplätzen aber Leon schlief und ich fuhr einfach an allem vorbei. Bis ich dann in Pelzer Haken bei einem Nahkauf noch Futter für Onyx besorgen wollte. Da wachte Leon dann ganz plötzlich auf und wollte mit rein.

 

Als wir dann weiter fuhren wollte Leon natürlich überall hin, nicht mehr daran vorbei. Wir suchten nun auch etwas zum Essen, nur Leon wollte weiter, nicht zurück, wo ich ja schon an einigem vorbei gefahren war. Ein Zeltplatz hatte einen verlockend grandios aussehenden Spielplatz, da wollte Leon unbedingt hin und dort gab es natürlich auch ein Restaurant. Als wir an diesem angekommen waren kam jemand vom Zeltplatz, meinte, dass das nach Camping aussähe (der Hänger) und ob wir hier campen wollen. Da sagte ich: "eventuell, ich schaue gerade noch". Woraufhin er sagte, dass es hier nicht ginge, denn hier seien Hunde nicht erlaubt. Zwei Zeltplätze früher wäre einer, der auch Hunde aufnehmen würde und der Hund solle an die Leine. Na sehr nett! Wir fuhren also wieder. Ohne auf dem Spielplatz gewesen zu sein und ohne etwas zu essen.

 

Wir fuhren einfach weiter. In Neustadt gab es sehr viele Möglichkeiten zu essen, jedoch waren die alle so gar nicht günstig und einfach nur Pommes wollte ich nicht ... Als wir wieder fast raus waren und noch immer nichts hatten, rechnete ich schon damit, dass wir gar nichts mehr finden. Doch wir fanden in Sierksdorf eine Kneipe, die auch Pommes anbot und hier konnte ich mir noch eine Scholle mit Pommes genehmigen. Leon verbreitete wirklich Jedem die frohe Botschaft, dass er Pommes bekäme und haute, als sie da waren, auch direkt rein, obwohl sie noch recht warm waren. Nebenan gab es sogar einen kleinen Zeltplatz, der nicht auf der Karte eingezeichnet war und ich schon befürchtete, dass wir irgendwo wild campen müssten, was ich gerne gemacht hätte, was ja aber so gar nicht erlaubt ist und es finden sich recht schwer gute Plätze hier, wo doch ständig alles überwacht wird.

 

Das Wetter allerdings spielte so gar nicht mit und schien uns loswerden zu wollen. Da zusätzlich noch ein Termin bei der Unterhaltsvorschusskasse bevorsteht, den ich zwar schriftlich nach hinten verschoben habe, aber, wenn wir nach Graz fahren, weiß ich nicht wann wir wieder da sind. Zudem kann ich dann einfach Onyx und das Rad in Berlin lassen und eventuell einfach den Hänger mit Zelt und ein paar Sachen mitnehmen, das geht im Zug ja leichter. Es ist nicht günstig nach Graz zu kommen, aber immerhin ist ja das Festival kostenlos und Zeltplätze hier kosten auf die Dauer auch viel...

 

Auf dem Zeltplatz rannte Leon zwar erst noch mit anderen Kindern mit, kam aber schnell wieder und war nun leider nicht ausgetobt. Er hatte zwar einmal kurz am Strand gespielt, aber das reichte nicht. Also drehte er im Zelt auf und wollte ewig nicht einschlafen, wie das immer so ist. Irgendwann fing es dann auch noch zu regnen an...

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