Tag 33

Heute morgen wollte ich eigentlich das Zelt recht schnell abbauen, um es trocken zu behalten, da ja Gewitter angesagt war. Aber das Gewitter kam nicht. Ich schaute auf die Karte und entdeckte, dass die freie Schule, die mir mal zur Besichtigung empfohlen wurde, ganz in der Nähe ist. Nur leider ist Sonntag. An Sonntagen haben Schulen ja bekanntlich nicht geöffnet. Also was tun?  Mir fiel ebenfalls auf, das wir seit Eckernförde keinen Strandtag mehr hatten. In Grömitz war zwar Pause, aber alles andere als ein entspannter Strandtag möglich. Also beschloss ich zu fragen, was denn der Zeltplatz kosten soll und wenn er günstig genug wäre, einfach noch eine Nacht zu bleiben. Er war sehr günstig und so war die Entscheidung schnell gefällt: wir bleiben!
Wie so oft, schloss Leon auch gleich Freundschaft mit Kindern von Dauercampern hier. Die Eltern konnte ich auch direkt mal fragen, was denn die Beweggründe fürs Dauercampen sind. Es ist der Preis, denn eine Großfamilie zahlt übers Jahr durchaus mehr für Urlaube als für einen festen Caravan, sie müssen nicht ständig auf- und abbauen und brauchen auch nicht viel mitnehmen für ihre Ferien und Wochenenden. OK, das leuchtet irgendwie ein. Jedoch kostet natürlich auch so ein Caravan Geld, das muss auch erstmal da sein.

 

 

 

Dann fuhren wir nach Haffkrug zum Hundestrand, der erstaunlicher Weise nichts kostete und ziemlich voll mit diversen Hunden und deren Haltern war, alles friedlich. Erstaunlich! Kaum sind die Menschen in den Ferien, sind auch die Hunde entspannt.

 

Onyx sprang erstmal, ganz typisch Onyx eben, alleine durchs Wasser und hatte Spaß auch ohne Animation. Derweil konnten Leon und ich auch ins Wasser gehen. Irgendwann spielte Onyx mit uns, wir spritzten ihn nass. Dann kam noch ein „Stöckchen“ (also ein ziemlicher Knüppel) hinzu und irgendwann packte ich den Tennisball, den wir geschenkt bekommen hatten, aus. Ein Junge spielte ewig mit Onyx. Er wünschte sich selbst einen Hund und hatte einen ziemlich kräftigen Wurf drauf, sodass Onyx wirklich lange mit ihm seinen Spaß hatte. Natürlich war das ganz schön viel für ihn.
Das Ende vom Strandausflug kam dann durch eine Feuerqualle, die Leon in der Kniekehle traf. Jedenfalls weinte er, zeigte auf die Kniekehle und schrie aua. Irgendwie gab es da nur eine Möglichkeit. Ich ließ ihn noch mal ins kühle Wasser gehen, packte zusammen und wir gingen. Leon weinte, er war auch müde und Onyx kam kaum hinterher, so fertig war er. Als wir endlich am Zelt angelangt waren, schmierte ich erstmal Schwedenbitter auf die Kniekehle und gab Leon Ledum als Kügelchen. Dann war auch Mittagsschlaf angesagt. Leider wachte er wieder auf, als ich auf die Toilette musste. Ich glaube er hat gerade mal eine halbe Stunde geschlafen und war dann entsprechend mies drauf. Schlafen wollte er aber auch nicht mehr.

 

 

Gern wäre ich noch mal zum Hundestrand gegangen, aber Onyx war einfach fertig und hätte das noch mal sicherlich nicht so gut verkraftet (auch wenn er natürlich gerne noch mal ins Wasser wollte!) Also blieben wir irgendwie auf dem Zeltplatz und ich bürstete endlich mal wieder Leons Haare durch. Zum Glück hilft da die Bestechung, das Handy nehmen zu dürfen, ganz gut. Einige Zeit später wollten wir dann einfach noch mal an der Promenade entlanglaufen. Da sah ich, dass eine vier-köpfige Familie auf Rädern am Eingang war und mit Leuten vom Zeltplatz sprach. Sie suchten einen Platz für die Nacht. Auf unserem Stück war ja noch Platz, der Platzwart nicht zu sehen, also bot ich ihnen an, sich bei uns dazu zustellen und morgen alles zu klären. Das machten sie natürlich gerne. Als wir zurück kamen war auch der Platzwart da und alles war gut.

 

 

Unterwegs lief Leon auf dem Deich entlang, und entdeckte ein paar Ameisenstraßen. Onyx musste unbedingt den Tennisball mitnehmen, was teilweise etwas problemetisch wurde, wenn er spielen wollte. An den Strand durfte Onyx auch nicht, also musste Leon da alleine hin, wenn er wollte. Alles ging gut und es war ein schöner kleiner Spaziergang mit viel laufen und wenig tragen.

Heute kochte ich noch einmal ein paar Reste, die wir so hatten und endlich wurde auch die alte Gaskartusche alle, sodass wieder etwas weniger Gepäck dabei ist. Dann ging Leon noch zu den neuen Freunden spielen und sprang noch bis spät mit den Nachbarkindern um den Zeltplatz herum, obwohl er schon hundemüde war.

Onyx hechelte ziemlich lange. Er hatte auch Durchfall vom vielen Salzwasser.

 

 

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