Ubuntu Rainbow

Kaum zu glauben. Gestern erst haben wir uns auf den langen Weg gemacht, um von Salzburg nach Berlin zu fahren.
Gestartet waren wir am Mittwoch den 19. Juli. Mit dem Zug ging es zuerst nach Schweinfurt und von dort mit Janin und ihren beiden Kindern in Richtung Graz, wo wir am Freitag Abend ankamen. In Graz fand das Ubuntu-Okitalk-Festival statt und wir wollten dabei sein. Besonders aber wollten wir dabei sein, wenn es weiter geht. Wurde uns doch im Buch "2020 - die neue Erde" ein wunderfolles Fest versprochen und ja, wir wollten dabei sein!
Doch dann kam alles ganz anders. Oder doch nicht? Es kam, wie es kam, soviel kann ich sagen. Ganze 3 Wochen waren wir in der Wunderwelt Walchen, einem Kinderparadies ohne Gleichen. Kinderparadies für große und kleine Kinder, denn hier konnte Jeder Kind sein und einfach leben. Wir taten, was zu tun war und jeder tat das, was gerade Spaß machte.
Wir lebten Ubuntu.
Jeder von uns durchlief diverse Lernprozesse, entwickelte sich stetig weiter und empfing auf die eine oder andere Weise das, was gerade richtig war.
Sich selbst dabei zu beobachten war die große Kunst.
Zu erleben und zu erkennen war die Herausforderung.
Protagonist und Beobachter sein war das Spiel.

So geschah es, dass nahezu Jeder bei der Ankunft eine Art Ablehnung in sich fühlte. Dieses Gefühl der Ablehnung wich nach recht kurzer Zeit einem Angenommenwerden. Kamen Neuankömmlinge erlebten wir uns, wie wir diese ablehnten; Jeder auf seine eigene Art und Weise.
Als ich für mich beschlossen hatte, das Fest als Ella-Camp (nach Ella Kensington - lest einfach mal- "Mary" und "Robin") zu sehen, klärte sich wirklich alles. Plötzlich konnten diverse Themen angesprochen werden und ich merkte, zusammen mit Anderen, dass wir gerade das Selbe durchmachten, die selben Themen durchlebten und nun konnten wir das gemeinsam tun. Dadurch lösten sich diese Probleme in Windeseile in Nichts auf und machten Platz für das Wesentliche, die Liebe.
Diese drei Wochen fühlten sich an wie Jahre.
Selten fühlte ich mich so sehr angenommen und geliebt.
In dieser Zeit wurde ich mir vieler Dinge bewusst. Ich weiß nun was ich will und kann meinen Fokus auf genau das richten. Somit weiß ich nun auch was ich finden möchte.

 

Spannend wurde es, als das Gelände zum Rainbow-Chrystal-Land ernannt wurde und viele der vertriebenen Rainbows Zuflucht bei uns fanden. Hatte ich doch vorher schon das Gefühl auf einem Flüchtlingscamp zu sein, so wurde es nahezu zu einem solchen. Jedoch eines, welches von Liebe durchflutet war. Wir waren zusammen und allein das zählte.

Da ich in dieser Zeit mehr im Jetzt war denn je, habe ich nicht das Bedürfnis verspürt, viele Fotos zu machen. Lieber habe ich das was geschah aus erster Wahrnehmung in mich aufgesogen und in Erinnerung behalten. Ich kann nur beschreiben wie wundervoll der türkisblaue Attersee war, wie herrlich weich sein Wasser sich beim Sprung hinein anfühlte und wie kühl es war, als ich wieder heraus kam. Wie herrlich wärmend dann die Sonnenstrahlen auf der Haut waren... Doch ich habe auch ein paar Fotos gemacht und werde sie gern zeigen. Sie zeigen Teile der Veränderungen im Camp. Zudem habe ich die Kamera Melli geliehen, damit sie Fotos machen konnte.

An Alle, die mit dort waren, möchte ich ein herzliches DANKE loswerden!
Danke, dass wir zusammen lernen durften.
Mögen wir das gelernte in die Welt hinaustragen und Teil ihrer Heilung sein.

Ich liebe Uns

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Kommentare: 1
  • #1

    Ciro lucca (Montag, 15 August 2016 20:30)

    Vielen,vielen Dank für diesen wunderschönen Beitrag!!!!!
    kommt wieder!!!!!!!!!!
    WeAll!!!!!!!